Meine neuen Winterstiefel
Nach einer stressigen Woche komme ich jetzt endlich dazu, meine bereits vagen Erinnerungen an einen spontanen Ausflug in den Algonquin Provincial Park zusammenzufassen. Ca. 2500 Seen und ganz vieeeel Wald, kilometerweit kein Mensch, wenn man will, nur Natur. So lässt sich das Ganze in Kürze beschreiben.
Thanksgiving stand vor der Tür (letzten Montag) und damit ein verlängertes Wochenende, das gefüllt werden musste, wenn möglich mit etwas spannenderem als einem überdimensionalen Turkey. Alex und ich hatten zunächst geplant, nach Toronto oder zu den Niagarafällen zu fahren, alle anderen Deutschen/Parkplatzrussen hatten schon seit Wochen einen Trip in den Park gebucht.
Nach einer spontanen Gitarrensession in unserem Wohnzimmer, die sich zu einer kleinen Spontanparty auswuchs, kam dann nachts um halb 2 die Idee auf, ob wir nicht doch mitfahren wollten, da sich in den Autos noch jeweils ein Platz finden ließ. Tja, das Angebot war verlockend, und so wurde nachts um halb 3 ein feierlicher Pakt begossen, äh beschlossen früh um 9 mit in
Zurück in unserem Hippie-Aussteigercamp feierten wir den Tag dann (wiedervereint mit dem Rest der Gruppe) mit Wein, Gesang und Chilli. Da für die Nacht kein Schlafplatz mehr für uns zu finden war, beschloßen Alex und ich heldenhaft im Auto zu übernachten. In der langen Reihe der schlechten Ideen (z.b. der, einen nur bis +5 grad geeichten Schlafsack mitzunehmen), die ich jemals hatte wird diese im wahrsten Sinne Schnapsidee wohl einen Spitzenplatz einnehmen...Ich habe noch nie so sehr gefroren...Trotz Mütze, 3 paar Strümpfen, JAcke, Pullover....Es hatte auch ca. -4/-5 Grad und ich weiß jetzt, dass, wenn man in Italien eine Woche im Auto schlafend überlebt hat, das sich nicht auf eine Nacht Anfang Oktober in Kanada übertragen lässt...A Propos schlechte Ideen: Als Alex gerade aufgebrochen war seinen Mitternachtsurin loszuwerden, versuchte ich, den sich mir widersetzenden Lichtschalter des Autos dadurch zu überlisten, "einfach" mal kurz die Tür aufzumachen (ist ja wie im Kühlschrank, weiß ja jeder, dass dann das Licht unweigerlich angeht..). Allerdings hatte ich nicht mit der "Intelligenz" unseres japanischen Mitsubishi Pathfinders gerechnet, der meine Suche nach Licht doch tatsächlich als Einbruchsversuch quittierte und, wie ein Weihnachtsbaum blinkend, anfing , hysterisch in die friedliche, kalte, kanadische Nacht hineinzuhupen...Nachdem ungefähr das
halbe Camp zusammengelaufen bzw. geweckt war, konnte Alex unseren japanischen Freund mit einem besänftigenden Druck auf den Schlüssel von der Harmlosigkeit meiner Person und der Situation überzeugen. Der Rest der Nacht verlief dann so, dass ich mir ungefähr jede halbe Stunde verzweifelt weitere Kleidungsstücke über diverse Körperteile gezogen habe. Half aber wenig, am nächsten Morgen war ich doch einigermaßen eingefroren. Ein kurzes Frühstück und eine kurze Wanderung mit der ganzen Gruppe machten aber wieder einigermaßen fit, so dass wir Mittags dann die lange Heimfahrt antreten konnten. Zuhause warteten dann die übers Wochenende aufgelaufenen Korrekturarbeiten, so dass ich total fertig irgendwann gegen 1 Uhr ins Bett fiel.
Wieso denn so mürrisch??
Die Krombacher-Insel!!!
herrlisch.. call me the pathfinder-flüsterer...
AntwortenLöschenHossa ... geiler Indian Summer!
AntwortenLöschenWird mein nächster trip werden...
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Mfg Simon